an3sdej
04-04-2006, 10:26
Dänemark: Kommunalpolitiker lassen Ausländerkinder zwangsweise verteilen Zuerst wurde das „Albertslund Modell“ als ausländerfeindlich verurteilt. Jetzt will auch die Kopenhagener Oberbürgermeisterin den Ausländeranteil an den Schulen regulieren. Kopenhagen - In der Kopenhagener Trabantenstadt Albertslund haben sozialdemokratische Kommunalpolitiker auf eigene Faust und zeitweise sogar gesetzwidrig ein eigenes Modell zur Lösung akuter Schulprobleme von und mit Zuwandererkindern verwirklicht: Um die massive Konzentration auf einzelne Schulen zu verhindern, werden Kinder aus „neudänischen“ Familien bei Sprachkenntnissen unter dem Durchschnitt zwangsweise so auf Schulen verteilt, daß der Anteil dieser Kinder nirgendwo ein knappes Drittel (31 Prozent) übersteigt. Das „Albertslund Modell“ wurde zunächst massiv als ausländerfeindliche Einschränkung des Rechtes auf freie Schulwahl kritisiert. Inzwischen wirbt aber auch die Kopenhagener Oberbürgermeisterin Ritt Bjerregaard für ein ähnliches Modell in der ganzen dänischen Hauptstadt. Es gehe nicht an, daß die 15 Schulen mit dem höchsten Anteil an Schülern aus Zuwandererfamilien nicht über das durchschnittliche Abgangsniveau in Brasilien hinauskommen, während betuchtere Dänen ihre Kinder in „Weltmeisterschulen“ und zunehmend auch in Privatschulen ausbilden ließen. Die Befürworter des Albertslund-Modells führen ins Feld, daß bei Umfragen Zuwandererfamilien mit großer Mehrheit den Wunsch äußern, daß ihre Kinder zu Schulen gehen sollten, an denen die „einheimischen“ Schüler ein deutliches Übergewicht haben, damit sie sich Sprache, Kultur und Alltagsleben der Dänen möglichst umfassend aneignen können. Von niemandem in Frage gestellt wird in der Debatte die in Dänemark nach wie vor obligatorische Gesamtschule von der ersten bis zur neunten Klasse. WELT.de http://www.welt.de/data/2006/04/03/869307.html